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BRASILIEN

TEIL 2

Der Amazonas und sein Delta, November 2018

Nach den drei kleinen aber feinen Sahnehäubchen Guyana, Suriname und Franz. Guyana freuten wir uns sehr, auf den Wiedereintritt in das riesige Land Brasilien und auf ein nächstes Abenteuer, die Amazonasüberquerung auf einer Balsa.  (Stahlplattform für Wahre und LKW, welche geschoben wird von einem Boot.)

Ein paar Fakten zum Amazonas:

Grösstes Flusssystem der Welt. Länge 6800km (der Rhein 1300km), Breite in der Tiefebene 6-8 km, im Mündungsgebiet bei Belem sogar unglaubliche 250km, pro Sekunde entlässt er 175 Mio. Liter Wasser in den Atlantik, dies ist mehr als alle Flüsse Europas zusammengenommen und er besitzt rund 1000 Nebenflüsse mit einer schiffbaren Strecke von etwa 50`000 km

Dieses gigantische Mündungsflusssystem überquerten wir also in sage und schreibe 32 Stunden, solange braucht es nämlich um diesen Gigant eines Flusses  zusammen mit Brumis, Pferden usw. zu überqueren. Wir schipperten an einer Insel entlang namens Ilha de Marajo, welche mal soeben grösser ist als die Schweiz. Mal fühlte man sich auf offener See und andermal ging es durch enge Flusssysteme, vorbei an den Dörfern der Indigenen Bevölkerung vom Amazonas. Es beeindruckte uns ungemein die Lebensweise der Flussbewohner zu erleben, alles spielt sich auf dem Wasser ab. Die Kinder gehen mit dem Escolar Boot zur Schule, eingekauft wird natürlich auch per Boot, es wird gefischt, gekocht, gewaschen und  Handel getrieben, es ist bis heute noch üblich, Wahre gegen Wahre zu tauschen, also für einmal stimmt, nur bares ist wahres, nicht.

Natürlich ist es unbestritten, diese Indigenen Amazonasbewohner haben einen sehr, sehr harten Stand  und ihre Lebensweise ist stark bedroht.

Für uns war es ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis, ein echtes Abenteuer und hätte gerne noch ein paar Tage länger dauern dürfen. 

Der Nordosten zu dritt, November / Dezember 2018

Am 14.11.18 war es wieder mal soweit und wir bekamen zum vierten Mal auf unserer Reise besuch von Zuhause. Die Freude war riesig, im speziellen natürlich für Abi, der einer seiner besten Freunde Ollo, nach 2 ½  Jahren endlich wieder in die Arme  schliessen durfte.

Gleich nach Ankunft ging es noch zur Autovermietung, um den fahrbaren Untersatz „namens Duster“ für Ollo in Empfang zu nehmen.

Ollo erhielt drei Tage Schonfrist, was so viel heisst wie, sightseeing in Belem, Acai, Autoumbau und vielem mehr.

Dann war aber vorbei mit lustig… Hotel und Luxus wurden hinter uns gelassen und das richtige Abenteuer, mit am-reisen.com, konnte beginnen.

Alles entschieden wir spontan. Begonnen haben wir mit einigen Abstechern an die Küste, besuchten kleine Fischerdörfer, den Autobahn­-Disco-Party-Strand Salinas (so etwas schräges haben wir noch nie gesehen) und Ollo erhielt von Abi seine erste offroad Fahrstunde. Unser nächstes Ziel war Sao Louis. Diese wunderschöne Stadt erreichten wir nach einer Schiffsüberfahrt mit ziemlichem Seegang. Die Stadt mit seinen farbenprächtigen Kolonialgebäuden, Kirchen, gutem Essen und freundlichen Menschen, hat uns wirklich begeistert.

Darauf folgte der Nationalpark Lençois, mit seiner traumhaft, bizarren Dünenlandschaft, die gespickt ist mit glasklaren Lagunen.

Als Kontrastprogramm stachen wir für  einige Tage in das heisse und staubtrockene Hinterland, wo wir die beiden Nationalparks Sete Cidades mit seinen Steinformationen und den Ubajara mit seiner Küstenregenwald Vegetation besuchten.

Zurück an der Küste, verschlug es uns in das sagenumwobene ehemalige Hippiekaff, Jericoacoara, wo wir ein feucht-fröhlichen Abend mit live Musik und ordentlich viel Caipis feierten.

Weiter ging es die Traumküste mit ihren Kokospalmen und dem wunderschönen türkisblauen Meer entlang, bis ein letzter Abstecher ins Landesinnere zum 1150m hohen Pico Alto folgte. Bei kühlen 25° Grad froren wir uns durch den Tag und abends genossen wir unser Essen mit Standheizung in unserem Tier. Man!!!!! was sind wir nur für Weicheier geworden und echt erstaunlich, wie schnell Ollo zu einem Brasilianer wurde……. muito frio, muito frio

Leider ist die Zeit zusammen rasend schnell vergangen und schon hies es wieder, unseren Freund am Flughafen von Fortaleza ziehen zu lassen………..

 

Die Zeit mit Ollo war einfach der Oberhammer!!!! Absolut unbeschwert, unkompliziert, spontan und extrem lustig.

Ollo hat sich vom ersten Tag an perfekt in unser Abenteuer, das Reisen, eingepasst, als wäre er schon immer dabei gewesen. Er hat jeden Scheiss mitgemacht, jede Herausforderung angenommen und jeden Moment, so hoffen wir, genossen. So kam es, dass wir von allem etwas dabei hatten….. wir haben tolle Menschen kennengelernt, wie Papa Muiti, hammer Partys gefeiert, einige offroad und Sandpisten bewältigt, den Duster mit seinen Segeln auf eine harte Probe gestellt, den Mut besessen Acai, Farina und co. zu testen, jeden Tag an einem neuen unbekannten Ort gecampt und einfach unglaublich viel gelacht.

Ollo, ein riesen Danke dass du bei uns warst, du hast unsere Reise bereichert, bist definitiv gecheckt und auf das herzlichste für Vol. 2 in Mines, oder sonst wo auf der Welt eingeladen.